Spargelernte

tl_files/Galerie 2009/Spargel/Spargelernte/spargelernte 008.jpgSpargelstechen ist nach wie vor noch Handarbeit - Schauen, Prüfen, Bücken, Stechen. Keine Maschine kann bis heute den Menschen ersetzen.
Fingerspitzengefühl und ein geübter Blick sind wichtige Eigenschaften der Erntehelfer. Ausgerüstet mit Stechmesser und Glättekelle suchen
die Ernter die glatte Oberfläche der Beete nach feinen Rissen ab, die unter der Antitau-Folie anzeigen, dass eine Stange durchbrechen will.
Nachdem der Trieb von Hand freigelegt ist, wird er mit einem besonders geformten scharfen Spargelmesser über dem Wurzelstock abgestochen.
Eine schnelle Vorgehensweise beim Ernten ist notwendig, um die Spargelstangen zu stechen, bevor sie die Erde durchbrochen haben. Denn sonst verfärben
sich die Köpfe durch das Sonnenlicht und die Qualität vermindert sich.
Bei den Spargelanlagen, die zur Qualitätsverbesserung (keine blauen Köpfe), mit schwarz-weisser Folie abgedeckt sind, ist die Arbeit für die Augen etwas entspannter, da nur die Spargelstangen geerntet werden die etwa ein bis zwei Zentimeter  aus dem Damm herausschauen. Allerdings muß zuvor die an den Seiten mit Sand beschwerte Folie entfernt und nach dem stechen wieder zurückgelegt werden.
Auf dem Feld werden die Spargelstangen zunächst in Körbe geerntet. Im Stundentakt wird der geerntete Spargel zum Hof transportiert und durchläuft dort als erstes eine Wäsche mit etwa 2°C kaltem Wasser. Anschliessend wir er gewogen und die Feld- und Mitarbeiternummer erfasst. Danach wird der Spargel maschinell auf die richtige Länge geschnitten, gewaschen und von Hand sortiert. Dann geht es in einen Schockschrank in dem Eiswasser durch die Kisten mit dem Spargel läuft. Anschließend kommte er ins Kühlhaus oder direkt in den Verkauf.
Der Beginn der Spargelsaison hängt von der Witterung ab. Günstigerweise kann schon Mitte April, im Normalfall Anfang Mai gestochen werden. Zum Johannistag, den 24. Juni, heißt es in Deutschland: „Kirschen rot - Spargel tot.“ Dieser Ernte-Schlusstag wurde festgesetzt, um den Pflanzen ausreichende Zeit zur Erholung zu geben.